Carbenie´s World

Mein Leben

Schlagwort: Erinnerung

Nachrichten

Es ist wichtig Nachrichten zu schauen, damit man weiß was in der Welt abgeht.
Höre ich immer wieder. Aber seit nun mehr zwei Jahren, schaue ich wirklich nur noch sporadisch einmal im Monat oder noch weniger Nachrichten. Schalte auch um, wenn welche kommen, oder schalte das Radio ab.
Wenn man ständig Nachrichten aufnimmt kann es ja einem schlecht werden. Wie schlecht die Welt da draußen doch ist.
Wenn man es nun halt weiß.
Nein es interessiert mich nun nicht mehr. Denn ich habe ein Leben, da passiert auch ständig etwas. Es gab eine Zeit, da habe ich sehr von den Nachrichten gelebt, und gemerkt wie sie mich seelisch kaputt gemacht haben. Es flossen Tränen bei Unglücke, es schlug mir auf den Magen bei Katastrophen.
Diesen Teil des Unglücklichseins einfach heraus zu nehmen, hat mir sehr gut getan. Es war wie eine Befreiung von einer unglaublich Last auf meinem Rücken.
Wenn wirklich etwas Dramatisches passiert, wird sowieso überall davon geredet. Somit bekomme ich es so mit. Wenn wirklich etwas so drastisches passiert, es gibt immer Wege die dich dann erreichen.
Ich kann mich nicht für jede Katastrophe verantwortlich fühlen müssen. Nicht so als hätte ich schuld daran, sondern helfen in dem ich Mitleid empfinde mit den Menschen mitfühle.
klar das tu ich sehr sogar. wenn ich es weiß.
Aber eben dann nur, wenn ich es weiß

Monolog eines Vagabunden

Lieber Gott, schenk mir einen Pfennig, kein Auto, kein Haus, keine Fabrik,
 was soll ich damit, schau mich an, das bin ich nicht.
 Dann fang ich an zu rechnen und muss einen Schlips tragen,
das macht mich nervös.
Schenk mir einen Pfennig, schick mich auf die Wanderschaft und lass mich Dein Vagabund sein.

Ich will den Tau von den Rosen streichen, die fallenden Blätter einsammeln, den Schnee von den Bäumen schütteln, über eine buckelige Brücke gehen in ein Land voller schmaler grüner Fensterläden, wo den ganzen Tag die Sonne scheint und das Meer so grün ist, dass man nicht mehr davon los kommt.

Schenk mir einen Pfennig und er wird mir Glück bringen, denn das Glück, das ich suche, ist nicht Wohlstand, nicht Geborgenheit, nicht Erfolg und nicht Gesundheit; geh mir weg mit Knoblauchpillen, das Glück, das ich suche, ist das große, schöne, wundersame Gefühl. Jeden Tag eine Handvoll.

Musik hören und alles durcheinanderbringen, Beethoven, Mozart, Vivaldi und Edith Piaf, genügt doch, wenn ich´s spüre, den Candlelightwalzer und die Elisabethserenade, die russischen Lieder, die französischen Lieder, die jugoslawischen Lieder und die Wiegenlieder der ganzen Welt. Nur hören, die Beine ausstrecken und Deinen Pfennig in der Hand halten.

Die Landstraße entlang tanzen wie ein alter Bär, den Wäscherinnen am Bach winken, eine Säule anfassen, die tausend Jahre alt ist, und mit den Fingern über die Kerben streichen. Einen Slibowitz trinken, hören wie es donnert, sehen, wie es blitzt, durch den warmen Regen marschieren, in einem weißen Fischerdorf an der Mole sitzen, Steinchen ins Wasser werfen und niemanden fragen wie spät es ist, Warum auch?

Die Farben der Nebel zählen, wenn sie sich am Morgen von den Wiesen lösen, in den Kinderwagen gucken, den Rauch von Holzfeuer einatmen, von der Stadtmauer einen Mönch beim Lesen beobachten, grünschimmernde Kirchtürme, gesprenkelte Dächer, sprudelnde Brunnen, Portale, Kolonnaden, Bögen, Terrassen, Treppen und hunderttausend schmale, grüne Fensterläden
Auf einen Berg steigen, durch die Wolken durch, droben auf dem Gipfel sitzen, lichtübergossen, nichts sagen, nur deinen Pfennig in der Hand halten. Am blühenden Oleander riechen, die Grillen zirpen hören, über einen Zaun steigen und die Fohlen streicheln, silberne Haare kriegen und allen Leuten guten Tag sagen.

Die Hand unter den Wasserfall halten, in engen Gassen die Stufen hinaufsteigen, ein paar Trauben pflücken, den weißen, schlanken Schiffen nachsehen, auf dem warmen Boden sitzen, bis die Sonne untergegangen ist, in einer Kapelle beten, hinten in der Ecke, für alle, die das nie gesehen, nie gespürt haben, und dann ganz voll in der Ferne verschwinden mit einem schmalen grünen Fensterladen unterm Arm,
 Dir Deinen Pfennig zurückbringen.

Nordsee Zeitung Bremerhaven

Plastik-Reis auf dem Teller?

Die Horror-Show des chinesischen Lebensmittel-Alltages läuft wieder auf Hochtouren. Neuen Berichten aus Singapur zufolge produzieren gewisse chinesische Hersteller derzeit massenweise falschen Reis und verkaufen diesen an unwissende Dorfbewohner. Laut einem Artikel in der koreanisch-sprachigen Zeitung Weekly Hong Kong mischen die Hersteller Kartoffeln, Süßkartoffeln und industrielles Plastik-Granulat, um das Reis-Imitat herzustellen.

http://www.zentrum-der-gesundheit.de/plastikreis-ia.html

Die kennen ja auch nichts, anstatt Reis in der Natur anzupflanzen, kreiren sie einfach so einen Müll. Warum machen die das?
 Leben die Menschen dort so am Existenzminimum, dass sie keine andere Lösung mehr haben?
 Wirklich traurig, dass einem so das Leben kaputt gemacht wird.

Was ist denn hier draus geworden? Gibt es neue Erkenntnisse?

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