Ein spannendes Buch, und eins, das, wie ich finde, aus den ganzen Elternratgeber heraus ragt.

51sxzdsdnml

Zum Einen geht es hier um Helikopter Eltern. Und Tigermütter.

Oder eben um Delfin Eltern.

Die Autorin beschreibt, warum Tigermütter besänftigt werden sollten, und jede Tigermutter sollte diese Buch lesen.

Tigermütter sind Mütter, die ihre Kinder kaum noch Zeit zum Spielen geben, Mütter, die von einem Termin zum nächsten hetzen, und die vor allem auf eine möglichst frühe Förderung pochen.

Tigermütter lassen keine eigene Meinung der Kinder zu, den alles was sie sagen ist richtig und das einzig Wahre. Sie wollen das ihre Kinder immer zu den Besten gehören, stecken sie in Nachhilfe und Förderkurse. Lassen ihre Kinder nur noch lernen schlafen oder essen. Und selbst zum Essen oder schlafen bleibt kaum ausreichend Zeit.

Die Generation die Heranwächst leidet unter den Tigermütter und vor allem die Kinder werden nicht für Ihre spätere Berufswelt gerüstet.

Konkurrenzdenken lässt den Menschen immer in der Achtungstellung leben. Ständig wird verglichen und Zusammenarbeit verweigert. Der Körper steht somit in der gewaltigem Stress. Und das mit jungen Jahren, da ist der Burn-Out schon vorprogrammiert.

Die Kinder von Tigermütter stehen alleine da, weil sie nur an Wettbewerb und Konkurrenz denken.

Es werden Kinder dazu erzogen, genau das zu tun was verlang wird. Und vor allem was einem gesagt wird. Jedes Selbstdenken oder aber auch Kreativität wird im Keim erstickt.

Das Kind ist vielleicht ein Einser Schüler, aber das kreative intuitive Handeln bleibt auf der Strecke.

Die Autorin beschreibt in vielen Punkten, warum das Verhalten der Tigermütter den Kindern schadet.

Im Gegensatz dazu die Delfin-Familien.

Ein lesenswertes Buch, gerade die Mütter, oder Eltern, die Ratgeber um Ratgeber lesen und immer noch nicht das Gefühl haben, dass Richtige für sich gefunden zu haben. Sie werden es in diesem Buch sicherlich finden.

Ganz wichtig für die Autorin ist der KQ: Kognitiver Quotient, der zusammengefasst wird aus Kreativität, kritisches Denken, Kommunikation und Kooperation.

Ein anderer Punkt ist, dass die Kinder ausreichend viel Zeit zum Spielen bekommen. Es soll Studien geben, die belegen, dass Kinder, die kaum spielen durften, später aggressiv oder sogar gewalttätig wurden.

Für mich ein super Buch, welches mich auf meinem Weg weiter bringt. Es ist kein starres Konzept, was sowieso bei der Kindererziehung mehr als hinderlich ist. Viele Anregungen, und auch kompetente Lösungsansätze.

Ein gelungenes Buch, welches im Dschungel der Elternbücher heraussticht.

Ergänzend dazu passt das Buch: Die entspannte Familie – Wie man aus einer Mücke keinen Elefant macht- von Simone Kriebs – Rezension folgt noch.