…sagt man nicht Amore – Katharina Jensen

Was könnte schlimmer sein, gerade frisch verheiratet, ein Geheimnis zu entdecken, welches so schwerwiegend ist, das Anne erst mal Reißaus nimmt.

Noch im Brautkleid wirft sie sich in ihr Auto und braust davon. Leider hatte sie in letzter Zeit wenig Übung im Auto fahren, so dass sie ihren Mini an jeder Ampel erst mal abwürgte.

Dazu kommt das stete Klingeln ihres Handys, auf dem ihr Verlobter sie versucht im 10 min Takt zu erreichen.

Alles keine guten Vorraussetzungen, dennoch fuhr sie weiter, merkte erst nach einer Weile, dass sie zu ihren Eltern unterwegs war.

Sie erkannte das Auto ihrer Schwester, und da sie dieser auf keinen Fall jetzt begegnen wollte, fuhr sie weiter zu ihrer schönsten Erinnerung auf Rügen.

Als ihr Mini dann auch noch streikt, trifft sie in ihrer höchster Not Fritz, der Fritz, mit dem sie ihren ersten Kuss erlebte.

Meine Meinung:

Katharina Jensen hat einen erfrischenden Schreibstil, in den ich mich gleich verliebte. Ihre kleinen Vergleich, die sie einfließen lässt, zauberten mir das ein und andere Lächeln auf die Lippen. Auch der Liebeskummerstatus am Ende jedes Kapitel finde ich eine witzige Idee, welche ich so noch nicht gefunden hatte.

Obwohl das Buch auf meiner Leseliste viel weiter hinten stand, konnte ich es doch nicht abwarten darin zu lesen, als ich es in meinen Händen hielt.

Ich wurde nicht enttäuscht, und ich kann es nur Wärmstens empfehlen. Ein super süsse Geschichte. Tolle Charaktere, in die man sich gut hineinversetzten kann. Die der Leser ein Stück weit Lieben lernt.

Einen Kritikpunkt habe ich allerdings. Das Ende ist mir zu kurz. Auf gerade mal 13 Seiten von 320.

—Achtung Spoiler—-

Die kleine Überschrift: Nach sechs Wochen

Es wird kurz erklärt was alles passiert ist, in diesen sechs Wochen. Die Aussprache mit Moni z. B wäre etwas, was ich gerne ausführlich gelesen hätte, oder aber auch das Telefonat mit Steffi, die Unterredung mit ihren Eltern.

All das, was auch ein Buch natürlich in die Länge ziehen kann, hier hat mir es gefehlt. Ich war super in der Geschichte drin, habe mitgelitten und geweint. Und dann kam das Ende so abrupt, nach sechs Wochen.

Auch natürlich das holde Glück, wenn ich nun schon 320 Seiten mitfiebere, möchte ich auch etwas von dem strahlenden Glück am Ende mitbekommen. Ich hatte beim Lesen das Gefühl, die Autorin hatte keine Lust mehr das Buch zu Ende zu schreiben, oder es musste schnell zu Ende gebracht werden.

—Spoiler Ende—-

Fazit:

Trotz dem Ende, hat mir das Buch sehr gut gefallen, die Geschichte ist abwechslungsreich. Der Leser wird neugierig was als Nächstes passiert. Eine Liebesgeschichte was fürs Herz eben.

Ganz neugierige finden hier eine Leseprobe