Café au Lait und ganz viel Liebe 2

Der zweite Teil der Café au Lait – Romane, erschienen im Bookhouse Verlag, erzählt eine Liebesgeschichte, die nach anfänglichen Schwierigkeiten, romantisch wird, aber dann in einer Katastrophe zu enden droht. 

Um was geht’s:

Im Sommer 2010 gelang es Melina, obwohl noch nicht ganz ein Jahr im Volontariat, eine eigene Serie zu ergattern.

Sie kam lässig bei ihren Kollegen rüber, dort wusste niemand, wie schwer es ihr fiel auf Menschen zuzugehen.

Vor allem Kalle, ein Kollege stachelte gerne und bot ihr spaßeshalber seine Hilfe an. Aber statt Hilfe anzunehmen, empfand sie sein Angebot als Zeichen dafür, dass er sie nicht Ernst nahm, sie es nicht alleine schaffte.

Melina lebte zurückgezogen in ihrer Wohnung, immer wieder stritten sich die Gedanken in ihrem Kopf. Sie wollte es schaffen, hatte gleichzeitig die Gedanken des Versagens. Im Café Andersen endet der Prolog, mit ihrem Zusammenbruch.

Vier Jahre später. Thomas war das Gegenteil von Melina, dieser wohnte in einer Männer WG mit Student Paul und Kalle, der im Prolog erwähnt wurde. Thomas trampte eine zeitlang durch die Welt, landete nun in Bremen um Journalist zu werden. Benötigte jedoch einen Job um die Miete zu bezahlen und stellte sich im Café Andersen vor.

Im Café traf er auf Melina. Ihre Schüchternheit wirkte auf ihn arrogant. Er tauft sie insgeheim Grufti, da ihre Kleidung sehr altmodisch und labbrig wirkte.

Durch Zufälle kommen Sie sich schließlich doch näher. Aber ihre Schüchternheit steht ihr immer mehr im Wege.

Meine Meinung:

Die Autorin widmet diesen Buch allen schüchternen Menschen.

Ich fand den Anfang sehr holprig und unflüssig. Ich bin kein Experte was Schüchternheit anbelangt, aber so wie Melina beschrieben wird, hat sie noch ein anderes psychisches Problem, nicht nur ihrer Schüchternheit.

Melina hat eine innere Agression und Wut in sich, welche sich gegen Jeden richtet, der ihr in guter, oder in normaler Absicht entgegenkommt. Sie empfindet alle Menschen als Feinde.

Sie ist müde, dann wieder aggressiv, dann wütend. Ich verstand nicht, warum sie diese extremen Gefühlsschwankungen hatte.

Als es mit Thomas weiterging, kam die Schreibweise von Bea Lange wieder zum Vorschein. Sofort war ich gefesselt von der Geschichte, allerdings finde ich die Passagen über Melina im Nachhinein nachvollziehbar, jedoch beim Lesen etwas eigenartig.

Die Autorin wollte das Thema Schüchternheit vermutlich extrem darstellen.

Trotzdem fand ich die Geschichte lesenswert, da ich den ersten Teil gelesen hatte, den ich liebenswerter fand. Beide Teile sind völlig unabhängig von einander. Es tauchen die Personen darin als Nebenschauplatz auf.

Ich habe es gerne gelesen, wenn auch nicht auf einen Rutsch. Zum Schluss klären sich die ganzen Ungereimtheiten auf, und man empfindet das holprige plötzlich als „verständlich“.

Ich werde dieses Buch nochmals lesen. Für Café au Lait – Fans definitiv ein Muss. Aber auch für Menschen, die gerne Liebesromane lesen, mit etwas anspruchsvollerem Hintergrund.