Quelle: http://www.swr.de/marktcheck/versteckter-zucker/-/id=100834/did=17183626/nid=100834/yaiz70/index.html

Irreführung der Verbraucher?
Hersteller anderer Produkte werben offensiv mit ihrem reduzierten Zuckergehalt. Zu lesen ist: „weniger süß“, „zuckerreduziert“, „zuckerarm“ oder „ohne Zuckerzusatz“.

Bei einem Cappuccinopulver von Rewe zum Beispiel steht „ohne Zuckerzusatz“ und der Begriff Zucker findet sich nicht auf der Zutatenliste. Das Produkt sollte also, wenn man der Schrift glauben will, zuckerfrei sein. Doch weit gefehlt. Der Trick: der Zucker ist getarnt und versteckt sich im Süßmolkenpulver. In 100 Gramm Cappuccinopulver stecken damit mehr als 46 Gramm Zucker.
Krüger, der Hersteller des Rewe-Cappuccinopulvers „ohne Zuckerzusatz“, teilt uns dazu mit:
„Der in der Nährwerttabelle aufgeführte Zuckergehalt resultiert ausschließlich aus dem Milchzucker, der natürlicherweise in … Süßmolkenpulver und Magermilchpulver enthalten ist. Dies ist von den Verbrauchern gelernt, uns werden keine Anfragen von den Verbrauchern hierzu zugeschickt.“
Von den Verbrauchern gelernt? Schwer zu glauben.

Der Artikel, ist wie immer interessant.

Das Erschreckendste fand ich allerdings folgendes:

Immer mehr süße Produkte
Bei Schokolade oder anderen Süßigkeiten rechnet jeder mit Zucker. Aber: Es gibt auch Lebensmittel, bei denen kaum einer Zucker erwartet.
Beipiele:
Weißkrautsalat. In einer 400 Gramm-Packung sind 50 Gramm Zucker – rund 16 Zuckerwürfel – enthalten.
Packung Soßenbinder. In der 250-Gramm- Packung verbergen sich 22 Zuckerwürfel.
Cranberries: In einer 350-Gramm-Packung stecken insgesamt 74 Würfelzucker.

Natürlich muss ich nun auch wieder zugeben. Verarbeitete Lebensmittel klar ist da Zeugs drin, was man nicht unbedingt braucht. Damit der Geschmack passt.

Verbraucher müssen gut aufpassen, denn bei der Kennzeichnung der Inhaltsstoffe müssen nur Einfach- oder Zweifachzucker angegeben werden.

Mehrfachzucker kann unter den Tisch fallen, wie Oligofruktose, Fruktose-Glukose-Sirup, Maltodextrin oder Maltotriose.

Durch die verschiedenen Angaben wie Dextrose, Sucralose, Raffinose oder Süßmolkenpulver können die verschiedenen Zuckerarten aufgesplittet werden, somit ist der Anteil wieder etwas geringer und taucht weiter hinten in der Zutatenliste auf. Da die Inhaltsstoffe nach dem größten Gehalt im Produkt angegeben werden muss.