image Cynthia Bosant, die Hauptfigur in diesem Roman, ist gerade dabei sich ihren veränderten, neuen Arbeitsplatz einzurichten, als sie auf einem Monitor etwas entdeckt, was binnen Sekunden alle Anwesenden im Raum fesselte.

Der Chefredakteur Anthony Heast ruft in die Menge: „Bringt die Übertragung auf die Videowand!“

Es werden Bilder live aus dem Urlaubsdomizil des Präsidenten  gesendet. Eine Drohne, die auf den US-Präsidenten zurast.

Sehr spannend geschrieben ist der Anfang dieses Buches. Der Leser wird sogleich in die Geschichte hineinkatapultiert. Man fiebert mit, das Unfassbare passiert.

Wird er getötet, kommt er davon.

Allerdings so schlimm ist es nicht, es handelt sich „nur“ um Kameraaufnahmen. Die über einen Livestream im Internet gesendet wurden. Und zwar von einer Organisation namens „ZERO“

Zero und Anonymous, eine andere Organsiation, sind Internetaktivisten, die die Menschen vor der allgemeinen Überwachung schützen möchten.

Der Chefreadateur Anthony wittert aus diesem Vorfall eine große Story und setzt seine Zeitungsredakteurin Cynthia drauf an. Diese ist auf dem Gebiet des Internets zwar nicht spezialisiert, aber wie das Leben eben so spielt, bleibt ihr nichts anderes übrig.

Damit sie besser Ermitteln und Dokumentieren kann, bekommt sie eine Datenbrille. Darauf kann man sich alles projizieren lassen, was sonst auf Bildschirm oder Smartphone zu sehen ist.

Cynthia bekommt zusätzlich Druck von ihrem Chef, da es mittlerweile Programme gibt, die genauso gute Artikel schreiben könnten wie sie selbst.

Sie lässt sich von einem Kollegen ihre Datenbrille mit dem Smartphone verbinden. Kurz erklärt er ihr die Brille, wenn man andere Menschen anschaut, erscheinen eine Menge Daten, diese zeigt er ihr auf ihrem Smartphone. Name, Größe, Geburtstag, Adresse, Familienstand, sowie noch mehr. Zu jeder Info kann man zusätzlich noch Daten anschauen, die man allerdings dann kaufen muss.

Und geht nach Hause, zu ihrer Tochter Vi.

Als diese die Brille sieht, ist sie sofort Feuer und Flamme, alles beginnt damit, dass ihrer Tochter mit der Brille einen Tag mit Freunden verbringt, diese einen „Straftäter“ damit entdecken und das Schicksal seinen Lauf nimmt.

Alles dreht sich um Freemee ein Programm, welches die Daten der Nutzer sammelt und natürlich nur für den Anwender zur Verfügung stellt. Jeder andere muss dafür bezahlen, dafür bekommt dann wiederum der Nutzer Geld.

Das Programm analysiert den Benutzer und schlägt ihm Verbesserungen vor, egal in welchem Bereich, von Schule über Beziehungen, bis hin zur eigenen Person.

Meine Meinung:

Zuerst war ich schockiert, denn soweit von der Realität ist das Buch nicht. Die Technik die der Autor beschreibt, exisiert schon.

Das Ranking gibt es in anderer Form ebenso.

Das Buch ist ein Augenöffner, was die Zeit so mit sich bringt, auf der einen Seite schockierend, auf der anderen, für mich als Technikfreak, auch absolut interessant und würde selbst mich neugierig werden lassen.

Der Autor nimmt den Leser mit in eine Welt, die genauso morgen ablaufen könnte.

Ein super interssantes Buch, absolut empfehlenswert. Über neueste Technik, den gläsernen Menschen.

Das Buch ist flüssig geschrieben. Allerdings springt der Autor zwischen den verschiedenen „Gruppen“ hin und her, mit einem einfachen neuen „Absatz“, machmal für mich nicht mal erkennbar.

Cynthia, dann wieder Carl Montik, wieder zurück oder zu Will Dekkert.

Da wäre mir eine deutlichere Unterteilung lieber gewesen. Es ist gewöhnungsbedürftig, schadet allerdings dem Buch in keinster Weise. Spannend bis zur letzten Seite.