Die Pillen der neusten Generation sind besonders umstritten. Vom Markt genommen werden müssen sie nach Einschätzung des Bundesinstitutes nach jetzigem Kenntnisstand zwar nicht. Gleichzeitig aber ordnete das BfArM neue Studien an und hat die klare Empfehlung ausgesprochen, das Thromboserisiko vor allem bei jungen Erstanwenderinnen zu berücksichtigen. Sie sollten vorzugsweise mit der zweiten Generation starten.

Dem pflichtet die Techniker Krankenkasse (TK) in ihrem Anfang September 2015 veröffentlichten Pillenreport bei. In dem Bericht weisen die Autoren darauf hin, dass Präparate der dritten und vierten Generation häufig ein wesentlich größeres Thromboserisiko haben als Pillen der zweiten Generation.

Dennoch werden die riskanteren Pillen häufiger verschrieben. Auch die Kasse rät, Pillen der früheren Generationen zu verwenden. Diese schützen genauso gut vor ungewollter Schwangerschaft, haben laut TK aber ein geringeres Thromboserisiko.

Jetzt dachte ich doch allen Ernstes das Thema wäre vom Tisch, bis ich auf diesen Artikel hier stoße.

Haben die Hersteller denn immer noch nicht eingesehen, das sie hier ein Bockmist gemacht haben?

Wenn schon „Erstling“- Nehmer, eher mit der zweiten Generation anfangen sollte, warum verschreibt man die vierte Generation denn dann überhaupt noch.

Das Medikament gehört vom Markt und fertig.

Hier die Übersicht der 4 Generationen:

  • 1. Generation: Hier sind vor allem Norethisteron und Lynestrenol enthalten.
  • 2. Generation: Der Stoff Levonorgestrel ist Hauptbestandteil der Pille.
  • 3. Generation, zum Beispiel auch Yaz und Yasmin (ebenfalls Pillen von Bayer): Gestoden, Desogestrel, Norgestimat und Etonorgestrel sind die gängigen Wirkstoffe.
  • 4. Generation, etwa Yasminelle: Drospirenon, Cyproteron, Chlormadinon, Dienogest, Nomegestrol.

 

Mir sagt es zwar nicht viel, aber man hat’s wenigstens Mals gesehen….