Das neue erste Gebot:
Ich bin Ich, mein Gott, ich brauche niemanden neben mir.
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Das neue zweite Gebot:
Du sollst die Namen möglichst vieler anderen Götter gebrauchen, sie heißen Daniela Katzenberger, Dalai Lama oder CRZ.
Das neue dritte Gebot:
Du sollst den Samstagnachmittag heiligen

Der Autor Andreas Lehmann trifft hier die aktuelle Lage so was von auf den Punkt, dass ich doch hin und wieder beim Lesen inne hielt und über das Gelesene nachdachte.

Die Religion gerät immer weiter in die Vergessenheit, und und mit den neuen Göttern liegt er damit nicht mal so weit ab von der Realität.

Die Ernährungsgötter, die Gesundheitsgötter, die Erziehungsexperten/götter.

Sobald ein Promi etwas sagt, wird darauf vertraut und geglaubt, selten etwas hinterfragt.

Diese „Selfie“ – Generation, hat nichts mehr woran sie glauben kann, außer sich selbst, natürlich gerät einiges aus den Fugen, wenn das „ich“ nicht mehr „hip“ ist. Denn man hat kein Gott, auf den vertraut werden kann, nur sich selbst.

Man versucht seine Befriedigung im Konsum zu finden, nur leider ist eben auch das neu gekaufte „Ding“ nach einer Weile schon uninteressant.

Die Werbung tut das übrige. Aber auch die Erwartungen in die Kinder sind hoch. Sie sollen es besser haben, als man selbst, und Mann / Frau tut alles, damit es für ihren Sprössling besser wird.

Eine Zusammenstellung, die es gnadenlos auf den Punkt bringt, wie das heutige Leben abläuft, warum Menschen die Entspannung suchen, und immer mehr von dem Trubel in ihrem Leben genervt  sind.

Spannend fand ich, dass beim Beten oder sich auf’s neue Iphone freuen, die selben Gehirnareale aktiv werden. Ersatzreligion

Mal wieder ein Buch, das unterhaltsam ist, ein super Zeitvertreib, mit einem neuen Blickwinkel. Natürlich nur für die, die über ihr Leben ein wenig Nachdenken möchten.