F. William Engdahl
Russland zieht die Konsequenzen aus seiner Entscheidung vom letzten Herbst, den kommerziellen Anbau von gentechnisch veränderten Organismen auf den landwirtschaftlichen Anbauflächen des Landes zu verbieten. Die jüngste Entscheidung, die am 15. Februar 2016 in Kraft getreten ist, dürfte Monsanto oder dem US-Getreidekartell überhaupt nicht gefallen.
Am 15. Februar ist ein russisches nationales Importverbot für Sojabohnen und Mais aus den Vereinigten Staaten in Kraft getreten. Das russische Amt für Lebensmittelsicherheit Rosselkhoznadzor kündigte an, dass das Verbot wegen »Gentechnisch Veränderter Organismen« (GVO), wegen der Kontamination durch Mikroben und wegen des Fehlens wirksamer Kontrollen auf unter Quarantäne stehenden Körnern bei Soja- und Maisexporten, die auch als mikrobielle Verunreinigungen bekannt sind, erfolgt sei.

 

Ein Schlag ins Zentrum des GVO-Kartells

Die russische Entscheidung ist ein schwerer Schlag für die Agrarindustrie der USA. Seit Jahrzehnten dominieren die Unternehmen des US-Getreidekartells ‒ ADM, Cargill und Bunge ‒ den weltweiten Handel mit Sojabohnen und Mais, den wegen ihres hohen Proteingehalts am häufigsten verwendeten Futtermitteln für Rinder, Schweine und Hühner.

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