Nachdem in Lettland koffeinhaltige Energydrinks nicht länger an Minderjährige verkauft werden sollen, fordert foodwatch auch in Deutschland eine Altersgrenze von 18 Jahren für Red Bull, Monster und Co. Mediziner weltweit warnen seit langem vor den Risiken der aufputschenden Getränke, die vor allem bei jungen Menschen sehr beliebt sind. Bundeserncsm_18_150x150_pockygallery11_fotolia_06_36f13eb51dährungsminister Christian Schmidt lehnt regulative Maßnahmen in Deutschland bisher jedoch ab.

Energydrinks werden mit Herzrhythmusstörungen, Krampfanfällen, Nierenversagen und sogar Todesfällen in Verbindung gebracht. Das Parlament in Lettland hatte im Januar ein Verkaufsverbot für Minderjährige beschlossen, das ab 1. Juni 2016 gelten soll. Damit ist das baltische Land nach Litauen der zweite EU-Mitgliedsstaat mit einer Altersgrenze ab 18 Jahren für die umstrittenen Getränke. Die Forderung nach einer Altersgrenze haben neben foodwatch und der Gesellschaft der Europäischen Kinderkardiologen bereits Experten der Weltgesundheitsorganisation, der Verbraucherzentrale Bundesverband sowie Verbraucherschutzpolitiker von SPD und Grünen vertreten. Das Bundesernährungsministerium lehnt dies jedoch bislang ab – stattdessen kündigte Minister Christian Schmidt im Herbst dieses Jahres eine steuerfinanzierte, rund 100.000 Euro teure Aufklärungskampagne an, durch die der Konsum von Energydrinks bei Jugendlichen reduziert werden soll.

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Warum lehnt das Bundesernährungsministerium die Einführung der Altersgrenze ab? Da stellt sich mir doch die Frage: Sind da irgendwelche Beziehungen / Machenschaften am Spiel?

In erster Linie sollte die Gesundheit an erster Stelle stehen. Schon allein wenn der Verdacht besteht, sollte doch gehandelt werden.

Ob 100 T € für eine Aufklärungskampagne, durch uns Steuerzahler finanziert, die gleiche Wirkung erzielt? Ich glaube kaum, dass sich Jugendliche davon abhalten lassen, weiterhin Red Bull und Co. zu konsumieren.

Wir werden abwarten, was dabei noch herauskommt.